buehnenbild_first-responder.jpg Foto: A. Zelck / DRK e.V.
Sanitäter vor OrtHelfer vor Ort

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Sanitäter vor Ort: professionelle ehrenamtliche Ersthelfer

Ansprechpartner

Herr
Kai Rothert
Rotkreuzleiter



Tel: 0160 98006345
kai.rothert(at)drk-bevergern.de

Stadtgebiet Hörstel

Der Rettungsdienst im Kreis Steinfurt ist ein gut ausgebautes und strukturiertes System der Daseinsvorsorge. Bei einem Notfall wird dieser durch die Bürger über die Notrufnummer 112 alarmiert.

Bei schwerwiegenden Erkrankungen, Unfällen oder sonstigen Notlagen, wird neben einem Rettungswagen auch der Notarzt zur Einsatzstelle entsandt. Doch ein auch noch so gut ausgebautes Rettungssystem wie unseres hat seine Schwächen. So liegen die nächsten Rettungswachen Ibbenbüren und Rheine jeweils ca. 12km entfernt. Auch trotz einer Fahrt mit Sonder- und Wegerechten (Blaulicht und Martinshorn), benötigt solch ein Rettungswagen im Normalfall zwischen 12 bis 15 Minuten, ehe er am Einsatzort in Bevergern angelangt ist. Im Winter können sich diese Zeiten noch erhöhen.

Im Notfall sind die ersten 5 Minuten entscheidend, um die Chance des Überlebens des Betroffenen zu erhöhen. Nach diesen 5 Minuten sinkt z.B. bei einer Herz-Lungen-Wiederbelebung die Chance auf eine Heilung um 50%. Nach einem schweren Unglück fühlen sich die Angehörigen und Augenzeugen oftmals alleine und hilflos. Ortsfremde kennen sich zudem in dieser ländlich geprägten Gegen nur mäßig gut aus, was die korrekte Ortsangabe sichtlich erschwert.

Das Konzept des SvO

Ziel des Projektes "Sanitäter vor Ort" (SvO) ist es, den therapiefreien Intervall zwischen der Alarmierung des Notarztes und dessen Eintreffen an der Einsatzstelle zu verkürzen. Dazu werden die ehrenamtlichen und ortsansässigen Mitglieder dieser Gruppe bei der Alarmierung eines Notarztes mit diesem zeitgleich über einen digitalen Funkmeldeempfänger informiert. Die Helfer können dann bereits nach 2-3 Minuten an der Einsatzstelle sein und erste lebensrettende Maßnahmen einleiten. Sie dienen allerdings nicht nur den Betroffenen als Lebensretter, sondern oftmals auch für die Angehörigen und Augenzeugen als Ansprechpartner und kompetenter Partner in der Not. Zudem verfügen sie über die notwendigen Ortskentnisse und können mit dem Notarzt auf der Anfahrt kontakt aufnehmen um eine detaillierte Wegbeschreibung zu geben.
Dabei ersetzen sie weder den Rettungsdienst, noch stehen sie in irgendeiner Konkurrenz dazu. Sie leisten lediglich eine unterstützende Tätigkeit und ziehen sich nach Übergabe an den Notarzt, sofern nicht anders gewünscht, zurück.


Die Sanitäter vor Ort erweitern die Rettungskette um ein weiteres 5. Glied, damit stellen sie das Bindeglied zwischen dem Ersthelfer und dem Rettungsdienst dar. Die Aufsicht über dieses Projekt unterliegt der Ortsvereinsleitung sowie dem Kreisverbandsarzt des DRK-Kreisverbandes Tecklenburger-Land. In vielen Gegenden wird das gleiche System unter den Bezeichnungen „Helfer vor Ort“ oder „First Responder“ angeboten, wobei es sich um das gleiche Projekt handelt.

Ausstattung und Ausbildung

Die Sanitäter vor Ort verfügen über eine fundierte Ausbildung zum Sanitäter Westfalen 2000. Darüber hinaus weisen diese jährlich 20 Fortbildungsstunden nach, um ihr Wissen und die Handhabung trainieren zu können. Zudem sind sie in anderen Einsatzbereichen des Ortsvereines, den Sanitätsdiensten oder der Gefahrenabwehr, eingesetzt. Dies sorgt für positive Synergieeffekte.


Dem Ortsverein stehen für die Sanitäter vor Ort folgendes Material zu Verfügung, welches durch die Einsatzkräfte an die Einsatzsstelle gebracht wird:

  • Notfallausstattung nach DIN 13155 bzw. DIN 13232,
  • Sauerstoffversorgung,
  • Defibrillator,
  • Einsatzfahrzeug mit Sondersignal- und Funkanlage,
  • Diverses Absperrmaterial,
  • Persönliche Schutzaussattung (Einsatzjacke, Einsatzhose, Stiefel, Helm, Handschuhe, usw.),
  • Digitale Funkmeldeempfänger

Die Kosten

Im Gegensatz zum Rettungsdienst erhält das DRK für diese ehrenamtliche Aufgabe keinerlei öffentliche Unterstützung und trägt die Kosten aus eigener Hand. Die hohen Kosten entstehen durch die anschaffung der Schutzausstattung für unsere Einsatzkräfte, dem medizinischen Equipment sowie den gesetzlich vorgeschriebenen Wartungsintervallen der medizinischen Geräte.

 

Für Spenden, egal in welchem Umfang, sind wir jederzeit Dankbar:

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